News Januar/Februar 2017

Einiges Neues hat sich mit dem Jahreswechsel für uns als Dienstleister im Speditions-, Transport- und Logistikbereich getan.

Mindestlohn Österreich

So ist es seit Jahresbeginn Pflicht für alle Direkttransporte von und nach Österreich, die Daten des Fahrers in einem Internetportal des österreichischen Wirtschaftsministeriums vor Transportbeginn zu erfassen: alle Unternehmensdaten, persönlichen Daten des Geschäftsführers, des Fahrers (u.a. auch zum Führerschein, Lohn, Sozialversicherungsnummer, etc.) und auch die Daten des österreichischen Unternehmens einschließlich der Telefonnummer der dortigen Kontaktperson, bei der geladen/ entladen wird.

Seien Sie also nicht überrascht, dass wir bei Ihnen die Daten Ihres Kunden/Lieferanten im Detail vor Fahrtantritt erfragen. Denn sollte der Fahrer diese im Internet erfassten Daten nicht in einem aktuellen Ausdruck bei sich haben, würden empfindliche Strafen durch die österreichischen Kontrollbehörden verlangt werden!

Steigende Mautgebühren CH & Zollhofabgaben St. Margrethen

Seit 01.01.2017 haben sich die Mautgebühren (LSVA = leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) in der Schweiz um 18 % bei Lkws mit Euro5-Motoren und um 11,2% bei Lkws mit den neuesten Euro6-Motoren erhöht! Die LSVA wird bei allen Fahrzeugen ab 3,5 t Gesamtgewicht berechnet!

Für Zollabfertigungen, die wir am Zollhof St.Margrethen durchführen, muss künftig eine „Areal-Gebühr“ von CHF 15,- entrichtet werden.

Österreich Umweltplakette

Seit dem 1. Januar 2015 benötigen alle Nutzfahrzeuge und LKWs, die die Umweltzonen in Österreich durchfahren, eine österreichische Umweltplakette – Kosten EUR 39,90!

Paris Umweltzonen – Abgabe (ähnlich der London City-Maut)

Ab März 2017 ist es für ausländische Fahrzeughalter erforderlich, eine Umweltplakette (Vignette Crit’Air) zu kaufen. Diese Vignetten sind je nach Motorisierung (Euro-Norm) gestaffelt und kosten EUR 4,18! Geplant ist übrigens, dass diese Abgabe auch in anderen französischen Städten zur Pflicht wird!

Mindestlohn in Frankreich – sehr große Aufgabe

Mit Wirkung vom 01.07.2016 startete in Frankreich das neue Mindestlohngesetz, das vor allem auch für ausländische Transportunternehmen einen „respektablen“ Administrationsaufwand mitbringt.

Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, müssen wir für unsere angestellten Fahrer

  1. einen Vertreter mit (Firmen-) Sitz in Frankreich benennen.
  2. Dort alle geltenden Arbeitsverträge hinterlegen,
  3. eine 4-seitige Entsendebestätigung pro Fahrer ausfüllen und
  4. alle 6 Monate neu erstellen. Diese ist dann
  5. jedem Fahrer nebst seinem Arbeitsvertrag im Fahrzeug mitzugeben.
  6. Außerdem sind monatlich die in Frankreich geleisteten Stunden pro Fahrer zu melden und
  7. deren Lohnabrechnungen entsprechend zu ergänzen und bei unserem Vertreter in Frankreich in Kopie vorzuhalten.

Dieser zusätzliche Aufwand ist genauestens zu erfüllen, da festgestellte Verstöße bei Kontrollen mit einem Bußgeld von bis zu 2000 bzw. 3000 EUR geahndet werden.

Daneben werden natürlich auch die Transporte verzögert, denn die Kontrollen erfordern Zeit und bei Unregelmäßigkeiten ist zu erwarten, dass das Fahrzeug dauerhaft festgehalten wird, bis das Bußgeld vor Ort und in bar bezahlt werden kann.

Man kann also sehen, dass hier auf uns als Transportunternehmen viel zukommt. Trotzdem werden wir das alles vor allem im Sinne unseres Services und für unsere Kunden umsetzen.

Die dadurch entstehenden Kosten werden wir als Pauschale bei den Transporten aufwandsgerecht berechnen müssen.

Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis!

August 2014: Ruhezeiten

Wie wir der Fachpresse entnehmen können, haben Belgien und Frankreich eine Neuerung hinsichtlich der Wochenendruhezeit für LKW Fernfahrer eingeführt. Demnach dürfen Fahrer die erforderliche Wochenendruhezeit von 45 zusammenhängenden Stunden nicht mehr im Fahrzeug verbringen, auch wenn diese alle Annehmlichkeiten wie Fernfahrerkabine mit Klimaanlage – Kühlschrank – Betten etc. aufweisen.

Diese Ruhezeit muss außerhalb des Lkws verbracht werden, entweder in einer Wohnung oder im Hotel. Anderenfalls drohen drastische Strafen, in Belgien etwa EUR 1.800, in Frankreich noch mehr, da ist nämlich von bis zu EUR 35.000 oder 1 Jahr Gefängnis die Rede.

Beide Länderverwaltungen sehen diese Strafeinführung als Maßnahme gegen das Sozialdumping in unserem Gewerbe und zur Wettbewerbs-Verbesserung im Transportwesen.

Unser Kommentar: Tatsache ist, dass Transportanbieter aus den osteuropäischen Ländern (BG/ RO / PL) ihre Fahrer bis zu 4-5 Wochen im Lkw regelrecht leben lassen, egal unter welchen Bedingungen. Selbst von Strafen für die Fahrer bei zu hohem Benzinverbrauch usw. ist die Rede. Insofern erscheint uns die Gesetzgebung aus B und F mehr als nur verständlich!

Januar 2013: Maut in Europa

Österreich hob im Januar die Mautgebühren für alle Fahrzeuge mit mehr als 3,5t Gesamtgewicht um durchschnittlich 3 % an.

In Frankreich ist ebenfalls eine Mauterhöhung zu erwarten. Speziell für den Montblanc- und den Frejus-Tunnel sind das 5%. Ab Juli 2013 erwartet uns dann eine Straßensteuer für Lkws mit mehr als 3,5t Gesamtgewicht auch für die Nationalstraßen und einige wichtige Landstraßen. Im Elsass beginnt diese Erhöhung schon im Juni 2013. Die Maut, die eben eben jetzt staatlich erhoben wird und nicht nur auf Autobahnen gelten wird, soll im Schnitt EUR 0,12 pro Kilometer betragen.

Auch in Ungarn sind höhere Mautgebühren für Lkws zu erwarten. Im Juli 2013 führt Ungarn eine Maut von EUR 0,30 pro Autobahnkilometer und EUR 0,187 auf mautpflichtigen Landstraßen ein.

Fazit: Es wird also teuer!